Weihnachten mit Hund?

Tove, eine Golden Retriever Dame, 8 Wochen alt, sehr verspielt, tolpatschig und besonders liebenswert soll in diesem Jahr erstmalig ein Weihnachtsfest erleben. Aber auch wir, eine Familie mit drei Kindern (5, 8 und 10 Jahre alt) wollen uns wieder auf Weihnachten rüsten. Jeder hat so seine eigenen Vorstellungen:

Mama will in Ruhe feiern und auch mal ihre Beine hochnehmen dürfen. Papa ist ja zu Hause, der auch mal die Kinder genießen soll.

Papa ist froh, wenn er die Rasselbande nur aus der Ferne beschauen kann und möchte sich am liebsten hinter seiner Zeitung verkriechen, wo er dann ungestört seinen Gedanken nachhängen kann. Schließlich hat er ja eine super Hausfrau geheiratet.

Die Kinder wollen Action – und was für eine!!!

Und der Hund? Der wird gar nicht gefragt. Und der wird sich dann rächen, denn wer zuletzt lacht, lacht am besten.

Der Weihnachtstag ist da.

Vati hat einen schönen, edlen Tannenbaum vom Fußboden bis zur Zimmerdecke mit den Kindern geschmückt. Die Bescherung ging allen zu Herzen, denn die Kinder haben sich mächtig gefreut. Aufgrund des Trubels hat keiner bemerkt, dass Tove nicht auffindbar war. Sie hatte sich unter die Tanne gelegt, denn da roch es so gut. Außerdem gab es dort jede Menge leckerer Sachen. Sie probierte an jedem Weihnachtsteller. Aber so ein Hundebaby ist schließlich schnell müde und so legte sie sich auch gleich neben die Köstlichkeiten. Und der Lautsprecher spielt:

Als sie wieder aufwachte war immer noch voller Lärm im Gange. Die Kinder kreischten, Vater und Mutter zankten, es war sehr warm im Wohnzimmer und aus dem Lautsprecher dudelte : Toves Blase drückte. Na, ja, hier war ja Wald, also durfte sie dort hinpinkeln. Gedacht, getan.

Die Zweige des Weihnachtsbaumes hingen so verlockend herunter – fast so wie im Zwinger. Damit konnte man immer gut spielen. Schade, dass die Geschwister nicht da waren. Dass wäre ein Spaß! Aber den kann man sich ja auch selbst machen. Gedacht - getan. Zieh- und Zerrspiele sind eine feine Sache. Mal schauen, wer nachgibt. Juhuuu, ich hab ihn!!! Und schon stürzt der geschmückte Baum über den Welpen. Starr vor Schreck sind auf einmal alle Familienmitglieder still. Nur der Lautsprecher dudelt weiter:

Tove heult: Mir ist so schlecht und ich hab‘ mir weh getan. Im nächsten Augenblick übergibt sie sich. Oh, wie der Darm drückt. Schnell hinsetzen. Und schon schießt das braune, dünne, übel riechende Etwas aus ihrem Hintern. War wohl doch nicht so gut mit den Weihnachtstellern. – Schöne Bescherung! ...

Hier ein paar Tipps fürs Fest des Jahres:

  1. Wenn schon einen Tannenbaum, dann nur einen kleinen, den man auf einem Tisch aufbaut.
  2. Keine Leckereien anhängen, wenn der Hund dran kommt.
  3. Keine echten Kerzen aufstecken, damit nicht durch Unachtsamkeit des Hundes oder der Menschen ungewolltes Feuer entsteht.
  4. Kabel gut verstauen, damit kein Hund sie anknabbern kann.
  5. Weihnachtsessen nicht unbeaufsichtigt auf dem Tisch stehen lassen. Es riecht zu verführerisch.
  6. Hunde gehören generell unter Aufsicht im Weihnachtszimmer.
  7. Geben Sie dem Vierbeiner einen dicken, großen Kauknochen und Sie haben etwas mehr Ruhe.
  8. Je einfacher Weihnachten gefeiert wird, um so erholsamer ist es und um so mehr Zeit hat man füreinander.