Züchterglück

Inhaltsverzeichnis:
1. Die Auswahl des Deckrüden
2. Schwangerschaft
3. Geburt
4. Welpenkäuferauswahl
5. Praktikantinnen
6. Aufzucht und Training des Wurfes
7. Welpenkäufertreffen
8. E-Mails
9. Der Abgabetag
10. Und dann (Echos, Fragen, Welpen- und Käufertraining)
11. Begleit- und Verkehrshundeprüfung
12. Therapiehundeausbildung
13. Behindertenbegleithundeausbildung
14. Einsatzgebiete der Hunde dieses Wurfes
15. Erfahrungsberichte

Züchterglück - Begleit- und Verkehrshundeprüfung

Jeder Hund sollte zumindest eine Grunderziehung mit dem Abschluß der Begleit- und Verkehrshundeprüfung haben.

Dies hat mehrere Vorteile:

1. Die Bindung zwischen Hund und Hundeführer sollte so werden , dass der Hund sich am Hundeführer orientieren kann. Das heißt, dass der Hundeführer berechtigte Freude am Hund haben könnte.

2. Der Hund gehorcht dem Hundeführer weitestgehend, denn er hat den Grundgehorsam gelernt.

3. Der Hundeführer kann sich bedingt auf seinen Hund verlassen.

4. Das öffentliche Auftreten ist auch für Außenstehende eine Wohltat, da der Hund zu einem großen Teil berechenbar/voraussagbar geworden ist.

5. Der erfolgreiche Abschluß der Begleit- und Verkehrshundeprüfung ist in sehr vielen Fällen die Voraussetzung für die weitere Ausbildung eines Vierbeiners. So auch bei uns, um in die Therapiehundeausbildung mit aufgenommen zu werden.

6. Die Begleit- und Verkehrshundeprüfung kann man in ganz Deutschland absolvieren. Bei uns werden von folgenden Veranstaltern die Prüfungen anerkannt: Die Begleithundeprüfung A und B des VDH, die BGVP des Internationalen Rasse-, Jagd- und Gebrauchshundevereins (IRJGV), sowie die Begleit- und Verkehrshundeprüfung (BVP) von Therapiehunde Deutschland. Durch die Wohnortnähe der Veranstalter entstehen dem Hundebesitzer kaum Kosten und die Zeitfrage ist sicher ebenso leicht zu lösen.

7. Die anerkennenden Blicke und Worte, wenn man einen gehorsamen und hat, der einem überdies noch freudig folgt, streicheln die Seele des Hundeführers.

8. Der Hundeführer kommt mit seinem Hund regelmäßig raus und betreibt etwas sinnvolles mit ihm.

9. Beide lernen andere Menschen und Hunde kennen, man stärkt sich durch gegenseitigen Austausch, man tröstet sich gegenseitig, wenn es mal nicht so klappt, wie man sich das wünscht und feuert sich gegenseitig zu weiteren Leistungen an.

10. Man hat ein Ziel, welches sich lohnt, erreicht zu werden und dadurch wird die Seele zielgerichtet ausgerichtet und motiviert.

11. Der Stolz, der sich dann einstellt, wenn man die Prüfung geschafft hat, spricht für sich Bände.

12. Es ist die Grundlage für eine weitergehende Freizeit- und / oder Berufsbeschäftigung mit Hunden.

Während der Prüfung muss ein Hund ruhig liegen bleiben, auch wenn ein Betrunkener vorbeitorkelt.
Während der Prüfung muss ein Hund ruhig liegen bleiben, auch wenn ein Betrunkener vorbeitorkelt.

Was wird bei der Begleit- und Verkehrshundeprüfung gefordert? Bei Therapiehunde Deutschland sind das folgende Momente:

 

a. Der Grundgehorsam wird in verschiedenen Prüfungsaufgaben abgefragt, als da sind:

Fuß = Der Hund muß mit und ohne Leine an der linken Hundeführerseite laufen, ohne dass er zu weit vorne oder hinterher läuft.

Sitz = Der Vierbeiner muß sich sofort auf das Kommando hin hinsetzen, egal, wo er gerade ist.

Platz = Vorgenanntes gilt auch für das Kommando „Platz“.

Steh = Ebenso gilt das für „Steh“.

Kehrt = Der Hund hat sich von vorn kommend über die rechte Hundeführerseite, den Hundeführer beim Rücken umkreisend auf die Linke Seite des Hundeführers zu begeben.

Voraus = Der Hund muß ca. 15 m selbständig in die eingewiesene Richtung voraus laufen.

Bleib = Der Hund muß, egal in welcher Position ( ob stehend, sitzend oder liegend), dort bleiben, wo er ist, und zwar so lange, bis er ein weiteres Kommando bekommen hat.

b. Der Hund darf sich nicht nervös, aggressiv, ängstlich oder dominant präsentieren, sondern sollte seinem Führer willig und freudig Folge leisten.

Bei den einzelnen Prüfungsaufgabe, wo der Hundeführer sich entfernt, muß der Hund ruhig bleiben und darf sich nicht bellend oder winselnd verhalten.

Das Schnappen nach irgend einem Menschen führt zum Beenden der Prüfung für den Prüfling. Dies gilt erst recht, wenn ein Hund beißt.

Der Prüfungshund sollte sich auch in Restaurants etc. wohlgefällig, d.h. nicht auffallend, verhalten und z.B. nicht betteln. Getobe unter dem Tisch ist nicht gestattet.

c. Wo wird die Prüfung abgenommen? Es gehört zu so einer Prüfung, dass sowohl auf dem Trainingsgelände, als auch in der Stadt und dort in Geschäften, Großkreuzungen mit und ohne Ampel, Bahnhöfen, Restaurants, Wochenmarkt das Prüfungsteam überprüft werden.

d. In der Regel werden vom Hundeführer grundlegende Sachkenntnisse verlangt und abgefragt. Es kann also nicht nur der Hund durchfallen, sondern auch der Hundeführer.

Ein Hund muss einen "Überfall" von Streicheleinheiten geduldig über sich ergehen lassen.
Ein Hund muss einen "Überfall" von Streicheleinheiten geduldig über sich ergehen lassen.