Züchterglück

Inhaltsverzeichnis:
1. Die Auswahl des Deckrüden
2. Schwangerschaft
3. Geburt
4. Welpenkäuferauswahl
5. Praktikantinnen
6. Aufzucht und Training des Wurfes
7. Welpenkäufertreffen
8. E-Mails
9. Der Abgabetag
10. Und dann (Echos, Fragen, Welpen- und Käufertraining)
11. Begleit- und Verkehrshundeprüfung
12. Therapiehundeausbildung
13. Behindertenbegleithundeausbildung
14. Einsatzgebiete der Hunde dieses Wurfes
15. Erfahrungsberichte

Züchterglück - E-Mails

Ein eigenes Kapitel für E-Mails ?
Was ist daran so bedeutsam, dass dies extra erwähnt werden muß?

Im Zusammenhang mit meiner Zucht "von der Stellerburg" sind Welpenkäufer auch heute im modernen Zeitalter der Elektronik nicht alle mit E-Mail ausgerüstet. Schließlich kostet ein Computer mit Bildschirm und aller sonst notwendigen Hardware eine Stange Geld.

Vor allem Rentner leiden unter dem immer weniger werdenden Geld in ihrem Portemonnai. Sie haben selten noch die Möglichkeit den Umgang mit einem PC zu lernen, sei es aus Geldmangel, sei es aus Gedächtnismangel, sei es aus Fähigkeitsmangel, sei es aus physischen- und / oder psychischen Gründen.

Aber gerade sie bräuchten diese Art der Kommunikation, wenn sie nicht mehr so viel außer Haus können.
Dagegen sind mehr Schwerbehinderte damit ausgerüstet. Ein Grund liegt sicher in der noch größeren Lernfähigkeit, da diese meist jüngeren Datums sind.

Ich persönlich gebe gerne zu, dass ich mich recht schwer getan habe, mit diesem Gerät vor 8 Jahren den Einstieg zu wagen. Allerdings muß ich auch zugeben, dass die jetzt so sehr umfangreiche Arbeit mit durchschnittlich 22.000 Anfragen im Monat (nachweislich) im Internet auf meiner Homepage, nicht ohne den Computer zu erledigen wäre.

Ein weiterer Vorteil als Züchter besteht darin, dass der Versandt einer E-Mail wesentlich preiswerter ist als per normaler Briefpost oder gar als ein Telefonat. Sicher, jedes von diesen Kommunikationsmitteln hat seine Vorteile. Ich jedenfalls schätze die E-Mail als schnelle und Geld sparende Möglichkeit, um zeitlich individuell den Welpenkäufern das Wissen zukommen zu lassen, was für sie sicher interessant und wichtig sein dürfte. Ich kann mich an den PC hinsetzen, wenn ich dafür Zeit habe. Wenn es sein muß, dann steht mir dieses Arbeitsgerät auch nachts zur Verfügung. Ich kann damit arbeiten, wenn die Welpen mal nicht gerade meine Fürsorge brauchen, wenn nicht das Telefon klingelt, kein Postbote mir die Post gebracht hat und kein Tourist oder Wissensdurstiger meine Zeit beansprucht.

Der Vorteil für die Leser meiner E-Mail-Post liegt klar auf der Hand: auch sie können die E-Mail öffnen, wann immer es ihnen beliebt. Sie können sich die Zeit nehmen, die sie selbst brauchen, um zu verstehen, was der Inhalt meiner Nachricht ihnen sagen will.

So war ich von Herzen dankbar, als ich feststellte, dass alle meine Welpenkäufer eine E-Mail-Adresse besaßen. Tägliche Nachrichten meinerseits an die zukünftigen Eigentümer meiner Lieblinge waren ein Zusatzservice, der so manches positives Echo hervorbrachte. Schließlich erfuhren die neuen Frauchen und Herrchen täglich das Neueste vom Neuen: das aktuelle Gewicht; was wer wie neu gekonnt hat; die kleinen und großen "Katastrophen"; bevorstehende Aktionen für Welpen, Hundemutti, Praktikanten, Tierarzt, für mich als Züchter oder auch für sie selbst als Welpenkäufer.

Mehr aktuelles Miterleben, auch wenn die Käufer teilweise sehr weit weg wohnten, kann man nicht geben (siehe dazu auch das vorhergehende Kapitel). So konnte jeder neue Eigentümer eine eigene Akte/Mappe für sein zukünftiges Familienmitglied anlegen und freut sich heute noch daran, wenn er die Erinnerungsstücke mit Fotos sich ansieht.

Im Seniorenheim habe ich gelernt, dass das Wichtigste für bettlägerige Bewohner die Schatzkiste der Erinnerungen ist. Schließlich funktioniert das Langzeitgedächtnis am längsten, auch wenn das Kurzzeitgedächtnis bereits schon seinen Dienst versagt.

Das was früher einmal war, ist also länger präsent, als was gerade eben passiert. Holte ich bei Senioren deren Fotoalbum heraus und schaute mir mit ihnen diese an, dann kam ein Leuchten über ihr Gesicht und sie fingen an zu erzählen: "Ich hatte auch mal einen Hund..."

Meine E-Mails waren von "Tove von der Stellerburgs" -Wurf eine Art Tagebuch für die Welpenkäufer zum Teilnehmen der Aufzucht Ihres Lieblings, als Erinnerungsschatz für die Zukunft.

Für diejenigen, die einmal eine eigene Zucht beginnen wollen, ist es eine Art Nachschlagewerk: Was kann ich wie wann machen?

Ich wünsche diesem Wurf von ganzem Herzen, dass davon Gebrauch gemacht wird.