Züchterglück

Inhaltsverzeichnis:
1. Die Auswahl des Deckrüden
2. Schwangerschaft
3. Geburt
4. Welpenkäuferauswahl
5. Praktikantinnen
6. Aufzucht und Training des Wurfes
7. Welpenkäufertreffen
8. E-Mails
9. Der Abgabetag
10. Und dann (Echos, Fragen, Welpen- und Käufertraining)
11. Begleit- und Verkehrshundeprüfung
12. Therapiehundeausbildung
13. Behindertenbegleithundeausbildung
14. Einsatzgebiete der Hunde dieses Wurfes
15. Erfahrungsberichte

Züchterglück - Welpenkäuferauswahl

Frau Jeanette Darjus ist Mutter eines schwerstbehinderten Kindes. Sie hat die Ausbildung als Therapie- und Behindertenbegleithundeführerin vorab mit einem Leihhund absolviert.
Frau Jeanette Darjus ist Mutter eines schwerstbehinderten Kindes. Sie hat die Ausbildung als Therapie- und Behindertenbegleithundeführerin vorab mit einem Leihhund absolviert.

Für jeden Wurf bei mir erhalte ich ca. 950 schriftliche Anfragen.
Diese Interessenten bitte ich einen entsprechenden Bewerbungsbogen ( zu finden unter: www.welpen.de/zuechter/puhl/dokumente/bewerbung.htm) auszufüllen und mir zukommen zu lassen.

Nur wer diesen mir ausgefüllt schickt, kommt in die weitere Bearbeitung bzw. in die engere Auswahl. Um in die engere Auswahl zu kommen, bevorzuge ich Menschen, die entweder selbst Betroffene, also schwerbehindert, krank, Senioren, oder aber Multiplikatoren sind. Hier sind es überwiegend Therapeuten jeglicher Fachrichtung, Pädagogen, Psychiater, Seelsorger, Sozialarbeiter, etc.

Absolut wünschenswert erscheint mir die Einwilligung und der Wunsch des zukünftigen Welpenkäufers, dass er zur Ausbildung des Vierbeiners gewillt ist. Zumindestens bis incl. der Begleit- und Verkehrshundeprüfung, noch besser bis zur Therapie- bzw. Behindertenbegleithundeprüfung. Selbstverständlich bin ich gerne zur Beratung und entsprechender Hilfestellung bereit.

Ein weiterer Auswahlpunkt ist die Tatsache, dass ich öfters in der Presse auftreten darf, weshalb diese Menschen auch zu so einem Einsatz bereit sein sollten.

 

Damit es bei den Welpen nicht zu einem Schockerlebnis bei der Abgabe kommt – immerhin wird er von jetzt auf gleich von seinen Geschwistern, seiner Mutter und von mir als Bezugsperson getrennt – erwarte ich von den zukünftigen Eigentümern, dass sie einmal in der Woche in den Zwinger kommen, damit der Welpe den Geruch, die Stimme und evtl. das Bewegungsmuster (z.B. bei Spastikern) kennenlernt und der Käufer wichtige Trainingseinheiten und Grundsätze zur Erziehung und Haltung des Hundes erfährt. Dazu aber in dem Kapitel 7, „Welpenkäufertreffen“ mehr.

Nicht so wichtig ist mir die Tatsache, ob ein zukünftiger Hundebesitzer im 3. Stock eines Miethauses wohnt oder einen großen Garten hat, denn bei beiden Eigentümern muß die tägliche Auslaufzeit für den Hund stimmen. Es geht dem Hund sicher besser, wenn er im 3.Stock wohnt und alle zwei Stunden einmal für eine viertel Stunde raus kann, als einem Hund, der nicht von seinem Herrn begleitet, sondern nur in den Garten geschickt wird. Dort langweilt er sich und fängt an, große Löcher zu buddeln oder sonst Dinge anzustellen, die den Besitzer nicht gerade erfreuen. Abgesehen von der Bewegung für den Hund, ist die Beziehung zwischen Hund und Besitzer wesentlich besser, wenn dieser sich auch darum kümmert und eine Art Kommunikation zu dem Vierbeiner aufbaut.

Ehepaar Wendling - Sie haben ein Kinderheim wo "Wenzel" eingesetzt werden soll.
Ehepaar Wendling - Sie haben ein Kinderheim wo "Wenzel" eingesetzt werden soll.
Ehepaar Dethlefs, beide Lippenleser, an der Wurfkiste.
Ehepaar Dethlefs, beide Lippenleser, an der Wurfkiste.

Die Motivationsfrage, warum ein Mensch einen Hund von uns haben will, ist ein mit ausschlaggebender Grund. Was soll der Vierbeiner mal machen? Wozu will die Person einen Hund? Ist die Rasse überhaupt die richtige für ihn? Legt er z.B. Wert auf einen gewissen Schutz oder ist es dem Bewerber egal? Wie sieht es mit dem Sauberkeitswunsch der Wohnung des zukünftigen Eigentümers aus? Ist dieser sehr pingelig oder kann er auch mal Deck auf dem Boden akzeptieren? (Golden Retriever sind k e i n e sauberen Hunde, sondern sie freuen sich über jede Schlammpfütze und sulen sich darin – wenn Herrchen dies erlaubt oder nicht gerade hinsieht! Collies passen besser auf und hüten Haus, Hof und Garten oder was man ihnen zum hüten gibt.)

Hat der Arzt ein Rezept für einen „Therapie-,Behindertenbegleit-,Blindenführhund“ ausgestellt, steigt die Möglichkeit, dass derjenige einen Hund bekommt. Wie das im Einzelnen geht, kann gerne bei uns erfragt werden.

Auch wir können immer nur bis auf die Kleidung der Kaufwilligen schauen und von daher geschieht es immer wieder, dass Leute uns leider viele Dinge vor dem Kauf zusagen, ja sogar schriftlich geben, dann aber dies nach dem Kauf nicht einhalten. Das passiert sicher jedem Züchter, der seriös züchten und verkaufen will. Es ist für uns allerdings sehr schwer dies zu akzeptieren. So haben wir schon so manchen Hund wieder zurück geholt und an andere weiter vermittelt.

 

Kein Welpenkäufer erfüllt alle oben aufgeführten Kriterien. Die Auswahl der Welpenkäufer ist i m m e r eine sehr individuelle Angelegenheit. Oft genug ist es schon vorgekommen, dass die letzten Bewerber die ersten Welpenkäufer sind.

Ehepaar Marks von Berlin/Sylt als Multiplikatoren.
Ehepaar Marks von Berlin/Sylt als Multiplikatoren.

So möchte ich Ihnen Mut machen sich zu bewerben oder uns nach vorheriger Anmeldung sogar aufzusuchen. Immerhin wollen Sie einen Hund, der im Durchschnitt eine Lebenserwartung von ca. 15 Jahre hat. In dieser Zeit wird der Käufer oft Fragen haben, die wir gerne beantworten. Wir sind bereit, ein Hundeleben lang den Käufer zu begleiten, wenn dieser dies wünscht.

Wir bemühen uns, die höchstmögliche Qualität anzubieten. Deshalb gestatten wir uns auch eine gewisse Welpenkäuferauswahl vorzunehmen. Es soll schließlich allen gut gehen: dem Hund, dem Käufer und uns.

So erreichen Sie uns:

Barbara Puhl
Dellweg 23
25792 Neuenkirchen/Dithmarschen
Telefon: 04837/706
Fax: 04837/747
www.therapiehunde-deutschland.de

therapiehunde-deutschland@t-online.de

Fahrtbeschreibung:

Mit dem Auto:

Von Süden: A 23 bis Abfahrt „Heide-West“,
500 m Richtung Büsum,
rechts Richtung Neuenkirchen bis Ortseingangsschild „Neuenkirchen – Ortsteil Tiebensee“.
Unmittelbar nach diesem Schild rechts in den „Buerweg“.
Bis zum Ende durchfahren, links abbiegen und 1,2 km auf dieser Straße fahren.

Auf der linken Seite sehen Sie an der Menschenpforte ein großes weißes Schild „Hundezwinger von der Stellerburg“ und an der Garagenpforte ein großes rundes Schild „Therapiehunde Deutschland“. Bitte an klingeln!

Von Norden: B 5 bis zur Abfahrt „Hemme“ (zweite Abfahrt nach der Eiderbrücke).

Richtung Büsum abbiegen und 1,2 km fahren. An der Kreuzung rechts Richtung „Neuenkirchen“ fahren, ca. 4 km gerade Strecke.

Nach dem Ortseingangsschild kommt eine Kreuzung, dort bitte links abbiegen.

Immer dem Straßenverlauf nach, über eine Brücke, vorbei an drei Bauernhöfen auf der rechten Seite. Das nächste Haus ist es . Bitte klingeln!

Mit der Bahn:

Bis Bahnhof Heide/Schleswig-Holstein. Weiterfahrt mit der Taxe, da bei uns keinerlei öffentliche Verkehrsmittel fahren.